Fax-Betrug „Wirtschaft Heute BTW“

Diese Variante ist mir bisher noch nicht untergekommen. Das unverlangt zugesandte Fax-Formular suggeriert, dass man sich kostenlos zu einem Newsletter mit dem nützlich klingenden Namen „Wirtschaft Heute“ anmeldet. Selbstverständlich wird man auch noch gedrängt, damit der Bezug rechtzeitig beginnen kann. In Wahrheit finden sich im Kleingedruckten unter „Über Wirtschaft Heute“ eine Angebotsnummer und die Kosten von EUR 25 exkl. USt pro Ausgabe der Print-Zeitung, die man damit gleich für 24 Monate abonniert. Automatische Verlängerung und Vorauszahlung (24 x EUR 25 = EUR 600 exkl. USt) inklusive.

Die Aufmachung ist, wie in solchen Fax-Angeboten üblich, hochgradig irreführend. Der Absender Manfred Borchert entweder frei erfunden oder vielleicht ist auch der gleichnamige, emeritierte Wirtschaftsprofessor gemeint, der damit bestimmt nichts zu tun hat.

Selber Rat wie immer: Ignoriern, als Schmierpapier verwenden, Papierflieger falten aber keinesfalls irgendetwas einzahlen. Im Zweifel mahnen lassen und Rat bei Anwalt oder Wirtschaftskammer einholen. Üblicherweise klagen diese Firmen nicht, da der Erfolg einer Klage nicht sicher ist und sie den Aufwand wegen der vielen vorschnell eingezahlten Gelder leider auch gar nicht notwendig haben.

Kommentare

  • Super! Wegen leuten, wie Ihnen machen diese Abzocker immer weiter und kommen damit auch durch.
    Welche Referenzurteile überhaupt? Außer einem AG (ich glaube Münster) gibt es kaum ein gericht, dass diesen Ab´zockern irgendwas zuspricht.
    Außerdem einfacher Trick: Einfach die unverlangte Faxzusendung über einen Anwalt abmahnen lassen und notfalls mit den Kosten aufrechen.
    Das OLG Frankfurt/Main sieht dieses und ähnliches Vorgehen übrigens als gewerbsmäßigen betrug an! Aber toll, dass Sie an solche Leute zahlen….

  • Wir wurden jetzt in Frankfurt am Main verklagt.
    Das finde ich etwas schäbig, aber wir haben nun alles überwiesen, nachdem unser Rechtsanwalt 600km fahren müsste, um den Prozess zu führen. Mahnbescheid wurde sogar widersprochen, aber nach den Referenzurteilen macht es keinen Spaß mit so einer Klage.
    Bei deutschen Gerichten weiß man ja nicht mal, ob man überhaupt gewinnt. Solce 50:50 Chancen kotzen einen an.
    Ich empfehle nicht zu unterschreiben ohne ZU LESEN!!!

  • Vielen Dank für das Kommentar. Man muss schon sagen: Als UnternehmerIn muss man immer alles genau lesen, bevor man unterschreibt. Aber es nervt, wenn solche Bauernfängereien betrieben werden und man am Ende nicht mal zu 100% sicher sein kann, dass man einen allfälligen Prozess gewinnen würde. Aus meiner Erfahrung wird aber ohnehin nie geklagt.

  • Sehr geehrter Herr Pfaller,

    auch ich habe diese „Super Angebot“ von dieser dubiosen Firma bekommen. Auch das vom Gelben Branchenbuch.

    Im web wird da schon gewarnt:
    http://www.pressetext.at/news/090218039/vorsicht-bei-angeboten-fuer-gelbes-branchenbuch/

    Eigentlich sollte so etwas verboten bzw. unter Strafe gestellt werden.

    Es ist wie eine Falle aufgebaut. „Nur ein Update§ Nahmensähnlichkeiten „kostenlos“

    Da ist nichts kostenlos sondern überdimensional teuer
    Bei solchen Werbungen bin ich immer mistrauisch.
    Leider habe ich das Fax vom gelben Branchenbuch schon gelöscht würde mich aber nicht wundern wenn es sich dabei um den selben Verfasser handeln würde ist die selbe Masche

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