Pressetext-Interview zum Thema unechte Rezensionen

Heute erschien auf pressetext.com ein Artikel zur Problematik von Fake-Rezensionen in Online-Shops. Auch ich wurde gebeten, dazu ein Statement abzugeben. Da Rezensionen die Kaufentscheidung stark beeinflussen, wird das Instrument auch immer wieder missbraucht. Einerseits wird laufend neue Software entwickelt, die Spammer und Meinungsmanipulierer automatisch aufspürt. Auf der anderen Seite kann jeder auch selbst Anzeichen für Spam erkennen. Ich würde Rezensionen kritisch betrachten, wenn solche Anzeichen zu erkennen sind:

  • Extrem wenige Rezensionen (obwohl kein neues Produkt)
  • Nur positive oder negative Bewertungen
  • Sehr gleichlautende Bewertungen (alle die gleiche Länge, Aussage oder Usernamen-Gattung)
  • Zeitlich sehr knapp aufeinander folgende Feedbacks. Davor/danach lange nichts
  • Bewertungen von Usern, die nur einmal etwas bewertet haben
  • Wenn die Rezension mehr nach Marketing-Text klingt als nach Usermeinung
  • Kritik in Verbindung mit Link zu Konkurrenzangebot

Ist natürlich nicht immer leicht zu erkennen, aber mit ein bisschen Hausverstand und Vorsicht, wird man zumindest offensichtliche Fälschungen leicht erkennen. Es gibt übrigens Manipulationen in beide Richtungen: Eigene Produkte/Dienstleistungen in den Himmel loben und Konkurrenten verunglimpfen.

Natürlich gibt es neben diesen Black-Hat Methoden aber auch viele Empfehlenswerte Maßnahmen, um die Produktbewertungen zu nutzen: Reputation Managemen, aktiv um Weiterempfehlung und Rezension bitten, Verbessern der Produktqualität, Einholen und Beachten von Kundenfeedback, Verhindern von Feedback von Nicht-Kunden usw.

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