Google macht AdSense transparenter

Wer eine Website betreibt und als Geldquelle auf das Werbeprogramm Google AdSense setzt, hat sich sicher schon oft gefragt: Wenn ich einen Euro verdiene, wie viel hat dann Google verdient? Seit 24.5.2010 gibt es die Antwort: 32 Cent. Google hat verlautbart, dass es 68% des Umsatzes als Umsatzbeteiligung an die Publisher auszahlt. Schaltet man Werbung als Suchergebnisseiten-Partner, sind es noch 51%. Die Differenz wird mit höheren Kosten für Forschung und Entwicklung im Suchmaschinenbereich argumentiert.

Regeln seit 2003 gültig

Angeblich gelten die nun veröffentlichten Prozentsätze schon unverändert seit 2003. AdSense ist ja die andere Seite der Medaille von Google AdWords. Was Unternehmen bei AdWords für Werbung einzahlen, erhalten Google und zum kleineren Teil eben auch die ASense-Publisher. Die Cash Cow von Google ist immer noch für etwa 98% des Google-Umsatzes verantwortlich. Natürlich fließt der Großteil in die Werbung auf Google selbst – hier wird nichts geteilt. Aber bei Werbung im sogenannten Content-Network und im Such-Werbenetzwerk wird der AdWords-Umsatz auf Revenue-Share-Basis  (RevShare) an die an AdSense teilnehmenden Publisher ausbezahlt. Unabhängig vom RevShare-Prozentsatz sind für die Höhe der Auszahlung weiterhin der Werbewert des Contents, die Positionierung der Anzeigen sowie die Anzahl der Klicks ausschlaggebend.

Interessant ist, das Google diesen Schritt nun gesetzt hat. Schließlich werben andere Anbieter von Context-spezifischer Werbung mit RevShare-Anteilen von bis zu 80%. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass eine allfällig niedrigere Umsatzbeteiligung bei Google leicht durch den zu erwartenden höheren Gesamtumsatz wett gemacht wird. eBay Relevance Ads und andere Konkurrenten funktionieren einfach noch nicht so perfekt.

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